PREVIEWS > GROUP A Tags: Elfenbeinküste
VORSCHAU > Gruppe A > Elfenbeinküste
Elfenbeinküste: meist dabei, einmal Sieger, Bevölkerung und Fusballerfolge: wie Holland, Klubfussball: mit Spitze
Die Elfenbeinküste war schon immer eine der etabliertesten Mannschaften Afrikas, hatte schon immer Lospech und verpasste es meistens knapp, zu den ganz Grossen gezählt zu werden.
Mit zwei Ausnahmen: Der Africacupsieg 1992 in einem epischen Elfmeterschiessen gegen Ghana und die WM-Qualifikation 2006, als Kamerun in letzter Minute einen Elfmeter verschoss.
Sie spielen seit langem den aufregendsten Fussball, einer der dem romantischen Bild der Europäer vom afrikanischen Fussball vielleicht am nächsten kommt, wenn er auch mittlerweile mit den Idealen des europäischen Fussballs stark vermischt ist.
Wesentliche Grundlage für den aktuellen Erfolg ist eine in den 90er Jahren gegründete Fussballschule, die die Basis für die Breite gelegt hat, mit der der ivorische Fussball heute die Starfiguren, welche er zumindest in Afrika schon immer hatte, stabilisiert. Mehr als 30 Spieler aus dieser Schule bzw. deren beider Nachfolger spielen heute bereits in den Profiligen Europas.
Trainer Henri Michel würde sich lieber auf die WM konzentrieren, doch ein zweiter Afrikacupsieg wäre für das Land eine Riesensache. Allerdings wird er inzwischen geradezu erwartet, was die Sache nicht einfacher macht.
Die Stars sind weltbekannt: Didier Drogba von Chelsea, Kolo Touré von Arsenal.
Andere werden es noch werden, allen voran der Mittelfeldspieler Yaya Touré, der Bruder des Arsenal Spielers, derzeit bei Olympiakos Piräus. Oder Abräumer 'Maestro', Didier Zokora, angeblich von Europas Spitzenklubs von Turin über Madrid bis Manchester umworben, zumindest aber mit einem medientüchtigen Berater.
Weitere sind Riesenspieler: Aruna Dindane, Aruna Koné, die beiden Stürmer, Arthur Boka, der Roberto Carlos-Klon, oder Gilles Yapi Yapo, eine Art Thomas Hässler oder Pablo Aimar, vielleicht weniger dribbelstark, dafür mit klugen Pässen.
Nicht dabei ist derzeit das einst allergrösste Talent: Abdelkader Keita von Lille, dessen Karriere allerdings zwischenzeitlich im arabischen Wüstensand verlief, der auch nicht aus der oben erwähnten Schule stammt und hier und da durch Undiszipliniertheiten auffiel. Kann er irgendwann sein volles Potential abrufen, wird der ivorische Angriff zum Overkill.
|