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Gruppe B #1 Cameroon - Angola 3:1 (2:1)
In einem unterhaltsamen Spiel mit typischer Afrikacup Stimmung zeigten die Angolaner zum einen warum sie sich für die WM qualifiziert haben, zum anderen was dort möglicherweise ihre Probleme sein können.
Die Mannschaft steht gut und lässt den Ball schnell zirkulieren. IUm schnitt haben Angolas Spieler signifikant weniger Ballberührungen als Kamerun und trotzdem wenig Fehlpässe.
Dieses Spiel ist laufintensiv und dies wird zum Problem gegen Mannschaften die aus in Europa tätigen Profis bestehen, vorausgesetzt diese halten das Tempo hoch. Denn Angolas Spieler spielen in Klubs mit weit weniger physischer Beanspruchung.
Kamerun bestätigte ebenfalls die meisten Stärken und Schwächen, die die unbezähmbaren Löwen in jüngster Zeit auszeichneten: In dem Tagen vor dem Spiel gab es das Gerücht eines angedrohten Streiks des portugiesischen Trainerteams. Grund: das liebe (nicht gezahlte) Geld.
Nichts neues in Kamerun also.
Die Mannschaft, enorm stark in eins gegen eins, kann Tore erzwingen, wenn sie das Tempo beschleunigt.
Doch wenn sie 1:0 führt, lässt sie im Gefühl der Überlegenheit den Gegner wieder spielen.
Dies ist eine neue Entwicklung bei den Löwen, doch gegen Angola konnte man nun zum wiederholten Mal einen 1:0 Vorsprung nicht halten, etwas das letztendlich auch die WM-Qualifikation kostete.
Immerhin reichte es trotzdem zu einem 3:1 Sieg.
Beide Mannschaften profitierten von den besseren Platzverhältnissen als beim ersten spiel des Tages zwischen Côte d'Ivoire und Marokko.
Samuel Eto'o war es, der Kamerun mit einem fantastischen Freistoss in Führung brachte. Angola konnte durch einen Elfmeter ausgleichen, als Akwa, von einem schönen Stzeilpass freigespielt, vom Torwart umgerissen wurde.
Wiederum Eto'o konnte das 2:1 noch vor der Pause erzielen, als er in eine perfekt getimete Flanke von Douala sprintete.
Beide Teams hatten abwechselnd starke Phasen und Torszenen, u.a. ein spektakulärer Fallrückzieher von Akwa.
Doch nach 75 Minuten, wie schon gegen Ende der ersten Halbzeit, schienen die Angolaner etwas müde zu werden und liessen den Kamerunern zunehmend mehr Raum. Etwas was man bei Eto'o 20 Meter vor dem Tor nicht tun sollte: Er zieht ab und trifft - 3:1
Auffällig noch der Kameruner Torwart: Wie zuletzt in der WM-Qualifiaktion war nicht Kameni die Wahl von Artur Jorge sondern Souleymane. Dieser fiel nicht nur durch den verursachten Elfmeter sondern auch durch ansonsten sicheres Spiel und einen spektakulären blitzschnellen 60 Meter Abwurf nach einer angolanischen Flanke auf. Dieser liess Webo durchbrechen, allerdings wegen Abseits zurückgepfiffen. Das erinnerte an einen Big Play Quarterback Pass beim American Football...
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