Die Elfenbeinküste war schon immer eine der etabliertesten Mannschaften Afrikas, hatte schon immer Lospech und verpasste es meistens knapp, zu den ganz Grossen gezählt zu werden.
Sie spielen seit langem den aufregendsten Fussball, einer der dem romantischen Bild der Europäer vom afrikanischen Fussball vielleicht am nächsten kommt, wenn er auch mittlerweile mit den Idealen des europäischen Fussballs stark vermischt ist.
Wesentliche Grundlage für den aktuellen Erfolg ist eine in den 90er Jahren gegründete Fussballschule, die die Basis für die Breite gelegt hat, mit der der ivorische Fussball heute die Starfiguren, welche er zumindest in Afrika schon immer hatte, stabilisiert. Mehr als 30 Spieler aus dieser Schule bzw. deren beider Nachfolger spielen heute bereits in den Profiligen Europas.
Die Stars sind weltbekannt: Didier Drogba von Chelsea, Kolo Touré von Arsenal.
Andere werden es noch werden, allen voran der Mittelfeldspieler Yaya Touré, der Bruder des Arsenal Spielers, derzeit bei Olympiakos Piräus. Oder Abräumer 'Maestro', Didier Zokora, angeblich von Europas Spitzenklubs von Turin über Madrid bis Manchester umworben, zumindest aber mit einem medientüchtigen Berater.
Weitere sind Riesenspieler: Aruna Dindane, Aruna Koné, die beiden Stürmer, Arthur Boka, der Roberto Carlos-Klon, oder Gilles Yapi Yapo, eine Art Thomas Hässler oder Pablo Aimar, vielleicht weniger dribbelstark, dafür mit klugen Pässen.
Eine kleine Reromantisierung des zu sehr auf den Export für den
europäischen Spielermarkt abgestimmten afrikanischen Fussball kann man sich von #18 Abdelkader Keita versprechen, der bisher eine andere Karriere hat als seine Mitspieler und eine Art letzter Jayjay Okocha Afrikas ist.
Er ist der Typ Fussballer der einen Tag die Fans zur Verzweifelung treibt und den anderen wieder euphorisch von den Sitzen reisst.
Vielleicht mit Ronaldinho als Weltfussballer-Vorbild kommt da irgendwand noch einmal eine Renaissance.
In der Informationsbüro Mediathek steht übrigens nicht nur das Video der damals 17-jährigen aus der Schule von ASEC Abidjan, sondern auch eines mit dem jungen Abdelkader Keita als Africacup der Cupsieger Sensation bei Africa Sports Abidjan.
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