Die ehemalige portugiesische Kolonie Angola spielt einen gepflegten Kombinationsfussball, hat eine fussballerisch ausgeglichene Mannschaft, macht auch sonst weniger als andere afrikanische Verbände durch hektische Aktivitäten von sich reden und hat sich mit beständigem Spiel die WM-Qualifikation 2006 gesichert.
Der seröse Eindruck mag auch daran liegen, dass portugiesische Meldungen sich nicht so schnell verbreiten, vielleicht aber auch daran, dass man nach Jahrzehnten Bürgerkrieg eine gewisse Sehnsucht nach ruhigerem positiverem hat und dass eigentlich zunächst Basketball die Nummer 1 der angolanischen Sportarten war.
Bei der WM dürfte man physische Schwierigkeiten haben, denn die Spieler spielen nicht in erstklassigen Profiligen, von den bei portugiesischen Topklubs Angestellten abgesehen.
Angola ist von den Spielern her die afrikanischste Mannschaft unter den Startern, denn die Hälfte des Kaders spielt entgegen anderer verbreiteter Klischees in Angola selbst.
Dies ist natürlich ein Nachteil gegenüber dem physisch industrialisierten Fussball Westeuropas, für das das deutsche Klima so prädestiniert ist.
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