IBAF Afrika-Cup 2006 Blog

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Afrika-Cup 2006
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  • Autor: theshot (2006-01-18 01:34:38)
    PREVIEWS > General Previews     Tags:  
    VORSCHAU > Generell > Afrikacup - was ist das?
    Der Afrika Cup der Nationalmannschaften 2006
    auch: Afrikameisterschaft
    frz.: Coupe d'Afrique des Nations, CAN 2006
    engl.: Africa Cup Of Nations, African Nations Cup
    wann? 20.1.-10.2.2006
    wo? in Ägypten
    wer nimmt teil? 16 Nationalmannschaften - alle Grossen sind dabei. Näheres siehe Vorschau
    Der Afrikacup wird alle zwei Jahre ausgetragen.
    warum so oft? Der Afrikacup ist sogar älter als die Europameisterschaft, er wurde 'erfunden' als Afrikaner sich noch gar nicht für eine Weltmeisterschaft qualifizieren konnten und seither im 2-Jahres-Rhythmus ausgespielt.
    Zum einen ist er viel bedeutender im Vergleich zu den afrikanischen Klub-Wettbewerben. Zum anderen muss noch folgendes betrachtet werden:
    Afrika hat genauso wie Europa ca. 50 Verbände (Länder). Doch im Gegensatz zu den Europäern schauten die meisten bei Weltmeisterschaften immer nur zu. Es konnten sich ja immer nur 1-3 (zuletzt 5) für eine WM qualifizieren. Die Europäer hatten aber traditionell immer schon mindestens etwa gleich viele Länder bei einer WM wie bei einer EM, also auch sie haben alle 2 Jahre ein Ereignis.
    Dazu kommt, dass z.B. Freundschaftsspiele unter den gegebenen Umständen für afrikanische Verbände gar nicht möglich sind, und an Qualifikationsspielen zu einer WM, die sie nie erreichen könnten, würden viele nur mit Wettbewerbs verzerrenden Aufstellungen oder gar nicht antreten.
    Die afrikanischen Länder wollen aber nicht nur ihre Talente abliefern und traurig zuschauen, wie ein paar von ihnen diese im Pay TV in den europäischen Ligen verfolgen, sie wollen selbst etwas vom Fussball haben. Deswegen wird der Cup alle 2 Jahre ausgespielt - obwohl es für viele der die Beteiligten in der Relation ungleich höhere logistische Anstrengungen bedeutet als man das in Europa kennt.
    Warum gerade jetzt:
    Wie der Sommer in Europa ist dieser Zeitpunkt für die Afrikaner der gemeinsame Nenner: Für die meisten potentiellen Gastgeberländer ist dies der optimale Termin. Im Hochsommer ist es in vielen Ländern zu heiß, außerdem gibt es in vielen Gebieten eine oder zwei Regenzeiten im Jahr. Eine Synchronisation zum europäischen Kalender wird sehr schwierig werden (oder für die Spieler große Belastungen bringen).
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:31:28)
    PREVIEWS > General Previews     Tags:  
    VORSCHAU > Generell > Der Afrikacup 2006
    So stark wie dieses Mal, so kommt es einem vor, war der Nations Cup noch nie besetzt. Ein Standardsatz, welcher wohl daher kommt, dass die Zahl der afrikanischen Stars in den europäischen Ligen weiterhin eher zu als abnimmt und die Zahl der in Europa bekannten afrikanischen "Fussball-Länder“ sich langsam aber stetig erweitert.
    Doch es kommt ein ganz besonderer Aspekt hinzu, der nahezu alle Teams enorm unter Druck setzt...

    Der Afrikacup 2006 verspricht wieder einmal einer der aufregendsten in der jüngeren Geschichte des Wettbewerbs zu werden. Die Konstellation zuvor jedenfalls ist einzigartig. Nicht weniger als 11 Teams sehen sich unter einem mehr oder weniger imperativen Druck das Halbfinale zu erreichen und die meisten hiervon haben sogar den Titel im Visier. Dazu kommen 5 Aussenseiter von denen sich wohl mindestens einer als 'dark horse', als Überraschungsteam, entpuppen könnte.
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:29:47)
    PREVIEWS > GROUP A     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe A > Zusammenfassung
    Gruppe 1
    Ägypten
    Elfenbeinküste
    Marokko
    Libyen

    Hier haben wir bereits die erste Gruppe mit der Konstellation: mindestens ein Favorit wird ins Gras beissen. Gastgeber Ägypten, die nach Experten derzeit wahrscheinlich zweitstärkste Mannschaft Afrikas, die Elfenbeinküste, sowie das junge, extrem talentierte Team Marokkos treffen auf den Aussenseiter Libyen, der mindestens einem den Spass verderben könnte.
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:29:04)
    PREVIEWS > GROUP B     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe B > Zusammenfassung
    Gruppe B

    Eine interessante Konstellation gibt es in Gruppe B. Der Topfavorit Kamerun trifft auf die WM-Sensationsneulinge Togo und Angola.
    Viele halten diese beiden für wesentlich schwächer als die unbezähmbaren Löwen. Diese hatten die mutmasslich wesntlich schwerere Qualifikationsgruppe gehabt.
    Auch wenn beim Afrikacup andere Gesetze gelten als bei der WM: Ein sehr interessanter Vergleich.
    Dazu gesellt sich die DR Congo, fussballerich mal Dr.Jekyll, mal Mr.Hide.
    Da weiss man nie was passiert.
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:26:27)
    PREVIEWS > GROUP C     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe C > Zusammenfassung
    Gruppe C

    Tunesien
    Zambia
    Südafrika
    Guinea

    Die Gruppe erscheint auf den ersten Blick schwächer besetzt als die anderen. Dies könnte aber täuschen, denn falls Südafrika und Guinea ihr Potential voll ausschöpfen, sind sie so stark wie einige Favoriten. Falls nicht, wird Zambia mit Spielerlegende Kalusha Bwalya als Coach zur Stelle sein, um die Schwächen auszunutzen.
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:23:52)
    PREVIEWS > GROUP D     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe D > Zusammenfassung
    Gruppe D

    Nigeria
    Ghana
    Senegal
    Zimbabwe

    Nigeria, Ghana, Senegal. Mindestens einer dieser drei wird nach der Vorrunde nach Hause fahren müssen, eine kleine Katastrophe, wen es auch trifft. Dementsprechend werden die WM-Enttäuschten Nigeria und Senegal sowie das in der Qualifikation erfolgreiche Ghana hart gegeneinander Kämpfen. Zimbabwe kann einem bei diesem Los eigentlich nur leidtun. Man ist in der Lage, einen ordentlichen Fussball zu spielen, doch diese Gruppe erscheint doch überdimensioniert.
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:15:15)
    PREVIEWS > GROUP A     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe A > Ägypten
    Ägypten: immer dabei, oft Sieger, Bevölkerung: wie Deutschland, Klubfussball: top
    gypten, der Gastgeber, hat mit Sicherheit von der Spielanlage her eine der talentiertesten Mannschaften, zumindest was auch Spieler betrifft, die noch auf dem afrikanischen Kontinent spielen. Die Spitzenklubs werden seit Jahren von europäischen Trainern gecoacht und die Nationalmannschaft beherrscht das geordnete Zusammenspiel, wenn auch nicht mehr ganz so exzellent wie noch in der Zeit der Trainer Legende Gohary. Dafür hat man mit Mido einen echten europäischen Stürmerstar. Mit dem konstruktiven Spiel nach vorne brachte man nicht nur Kamerun die entscheidenden Punktverluste in der WM-Qualifikation bei, man sorgte auch bei dem späteren Gewinner Elfenbeinküste für arge Verlegenheiten in der Abwehr.
    Dabei ist man taktisch flexibel und beherrscht, je nach Trainer, auch eingeübte Standardsituationen.
    Schwächen haben die Ägypter mit ihren Nerven in entscheidenden Spielen. Dann wirken sie manchmal hilflos und treffen auch das Tor nicht mehr. Da könnte vielleicht Mido Abhilfe schaffen.
    Die Ägypter haben, was Vorbereitungsspiele betrifft, das aufwändigste Programm angesetzt.
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:13:39)
    PREVIEWS > GROUP A     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe A > Libyen
    Libyen: fast nie dabei, einmal fast erfolgreich (zu Hause), dann Lange unter UN-Embargo, Klub-fussball wenig bedeutend, Bevölkerung: wie Dänemark
    Libyen, der Aussenseiter der Gruppe, kann nicht aus einem so grossen Spielerreservoir schöpfen. Man spielt aber sehr smart aus einer verstärkten Defensive ein präzises Konterspiel und sowohl Kamerun, die Elfenbeinküste und auch Ägypten hatten arge Schwierigkeiten mit den Libyern in der Qualifikation und verloren alle Punkte gegen sie.
    Star auf dem platz ist Mittelfeldmann Tarek Al Taib, berühmt ist Libyens Fussball aber durch die schillernde Figur des Präsidentensohns Saadi Ghaddafi, der zwischenzeitlich Verbandspräsident war, sich mit Nummer 10 Ambitionen hier und da selbst einwechselte (technisch gut, läuferisch weniger), und einen Versuch sich im italienischen Profifussball einzukaufen, nach einer positiven Dopingprobe vorerst abbrechen musste.
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:12:10)
    PREVIEWS > GROUP A     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe A > Marokko
    Marokko: meistens dabei, einmal Sieger, Bevölkerung: wie Polen, Klubfussball: mit Spitze
    Die Welt ist ein sich wiederholender Kreislauf: Marokko war mal wieder eine der vielversprechensten und talentiertesten Mannschaften Afrikas mit einem jungen erfolgreichen Trainer. Ungeschlagen scheiterte man in der WM-Qualifikation am Angstgegner Tunesien und daran, dass dieser von einer FIFA-Strafe gegen Kenia profitierte, als beide unter ungleichen Voraussetzungen in Kenya antreten mussten bzw. durften.
    Die Folge: der Trainer ging und Marokko beginnt wieder einmal von vorne. Ein déjà vu zum Jahr 2000, als die vielversprechende Mannschaft der WM 1998 nach einer Afrikacup Enttäuschung kurzerhand 'aufgelöst' wurde.
    Jetzt kam mit Philippe Troussier ein nicht nur in Afrika bekannter Trainer an Bord, der die Marokkaner vor allem zur WM 2010 bringen sollte. Die Liason hielt ganze 2 Monate, bis man sich nach Meinungsverschiedenheiten wieder entzweite und ein einheimischer Klub-Meister-Trainer zunächst die Nachfolge übernommen hat.
    Es ist also etwas unvorhersehbar ob eine eingespielte Truppe das Land aus seiner Fussballdepression erwecken kann, die die enttäuschten Erwartungen auf die WM 2006 ausgelöst haben, oder eine neu zusammengestellte Mannschaft erste Gehversuche unternehmen wird.
    Auffällig sind die schnellen Stürmer, das Riesentalent Chamakh (Bordeaux), sowie die ebenfalls in Frankreich aktiven Zairi und Hadji, der jüngere Bruder des heute in Saarbrücken spielenden WM-Stars von 1998. Abwehrlegende Naybet (Jahrelang Erfolgsgarant bei Deportivo La Coruna) hatte zudem seine Rückkehr ins Team angeboten.
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:10:45)
    PREVIEWS > GROUP A     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe A > Elfenbeinküste
    Elfenbeinküste: meist dabei, einmal Sieger, Bevölkerung und Fusballerfolge: wie Holland, Klubfussball: mit Spitze
    Die Elfenbeinküste war schon immer eine der etabliertesten Mannschaften Afrikas, hatte schon immer Lospech und verpasste es meistens knapp, zu den ganz Grossen gezählt zu werden.
    Mit zwei Ausnahmen: Der Africacupsieg 1992 in einem epischen Elfmeterschiessen gegen Ghana und die WM-Qualifikation 2006, als Kamerun in letzter Minute einen Elfmeter verschoss.
    Sie spielen seit langem den aufregendsten Fussball, einer der dem romantischen Bild der Europäer vom afrikanischen Fussball vielleicht am nächsten kommt, wenn er auch mittlerweile mit den Idealen des europäischen Fussballs stark vermischt ist.
    Wesentliche Grundlage für den aktuellen Erfolg ist eine in den 90er Jahren gegründete Fussballschule, die die Basis für die Breite gelegt hat, mit der der ivorische Fussball heute die Starfiguren, welche er zumindest in Afrika schon immer hatte, stabilisiert. Mehr als 30 Spieler aus dieser Schule bzw. deren beider Nachfolger spielen heute bereits in den Profiligen Europas.
    Trainer Henri Michel würde sich lieber auf die WM konzentrieren, doch ein zweiter Afrikacupsieg wäre für das Land eine Riesensache. Allerdings wird er inzwischen geradezu erwartet, was die Sache nicht einfacher macht.
    Die Stars sind weltbekannt: Didier Drogba von Chelsea, Kolo Touré von Arsenal.
    Andere werden es noch werden, allen voran der Mittelfeldspieler Yaya Touré, der Bruder des Arsenal Spielers, derzeit bei Olympiakos Piräus. Oder Abräumer 'Maestro', Didier Zokora, angeblich von Europas Spitzenklubs von Turin über Madrid bis Manchester umworben, zumindest aber mit einem medientüchtigen Berater.
    Weitere sind Riesenspieler: Aruna Dindane, Aruna Koné, die beiden Stürmer, Arthur Boka, der Roberto Carlos-Klon, oder Gilles Yapi Yapo, eine Art Thomas Hässler oder Pablo Aimar, vielleicht weniger dribbelstark, dafür mit klugen Pässen.
    Nicht dabei ist derzeit das einst allergrösste Talent: Abdelkader Keita von Lille, dessen Karriere allerdings zwischenzeitlich im arabischen Wüstensand verlief, der auch nicht aus der oben erwähnten Schule stammt und hier und da durch Undiszipliniertheiten auffiel. Kann er irgendwann sein volles Potential abrufen, wird der ivorische Angriff zum Overkill.
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:09:23)
    PREVIEWS > GROUP B     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe B > Kamerun
    Kamerun: #1 in Afrika, immer dabei, oft Sieger, Bevölkerung: wie Holland, Klubfussball: einst Spitze, heute eher zweitklassig
    Kamerun hat hart zu kauen an der verpassten WM-Teilnahme. Als immer noch beste Mannschaft Afrikas mit einem der besten Spieler der Welt, Samuel Eto'o, hätte es dieses Mal klappen sollen, mit einem weiten Vordringen im Welt-Wettbewerb.
    Umso grösser ist die Verpflichtung, den Titel zum dritten Mal in diesem gerade erst angebrochenen Jahrhundert nach Hause zu bringen, und tatsächlich sind sie die Mannschaft die ersteinmal geschlagen werden muss.
    Bereits in den letzten Spielen der Qualifikation deuteten die 'unbezähmbaren Löwen' an, dass sie Resultate erzwingen können, aber auch, dass sie zu schnell mit einem Ein-Tore-Vorsprung zufrieden sind, ohne das Spiel effektiv genug zu kontrollieren.
    Darauf dass Samuel Eto'o als Torjäger übermässig in Erscheinung tritt sollte man übrigens nicht unbedingt zählen. Meist hat er im Nationalteam eine Rolle als kreativer Zuarbeiter, denn dort herrscht Vakanz bei den Zentralafrikanern. Ganz vorne spielt dort zur Zeit Achille Webo von Osasuna, der auch in der WM-Qualifikation öfter traf.
    Kamerun verfügt nicht über die Breite an Spielern wie die Elfenbeinküste, denn es gibt kein vergleichbares Ausbildungsprogramm und die heimischen Klubs sind international schwach.
    Dafür hat man eine Riesentradition von aussergewöhnlichen Torhütern. Man darf gespannt sein, wer diesmal zwischen den Pfosten steht.
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:07:50)
    PREVIEWS > GROUP B     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe B > Angola
    Angola: erst in den letzten 10 Jahren mit fussballerischer Entwicklung, Bevölerung: wie Belgien, Portugal, Klubfussball: spielen inzwischen ganz ordentlich mit
    Die ehemalige portugiesische Kolonie Angola spielt einen gepflegten Kombinationsfussball, hat eine fussballerisch ausgeglichene Mannschaft, macht auch sonst weniger als andere afrikanische Verbände durch hektische Aktivitäten von sich reden und hat sich mit beständigem Spiel die WM-Qualifikation 2006 gesichert.
    Der ruhige Eindruck mag daran liegen, dass portugiesische Meldungen sich nicht so schnell verbreiten, vielleicht aber auch daran, dass man nach Jahrzehnten Bürgerkrieg eine gewisse Sehnsucht nach ruhigerem positiverem hat und dass Basketball die Nummer 1 ist oder zumindest war.
    Bei der WM dürfte man physische Schwierigkeiten haben, denn die Spieler spielen nicht in erstklassigen Profiligen, von den bei portugiesischen Topklubs Angestellten abgesehen.
    Beim Afrikacup ist weniger davon auszugehen, dass einer der Gegner versuchen wird, die Angolaner durch hohes Tempo zu ermüden, so dass die Möglichkeiten der Angolaner in Ballkontrolle liegen und auch ein wenig von der Beschaffenheit der Plätze abhängen, auch wenn Afrikaner da mit anderem zurechtkommen.
    Der einheimische Trainer Gonzalves ist sehr erfolgreich und war dies auch schon mit der U20 vor einigen jahren. Zwei Stars gibt es: der als grosses Talent geltende Mantorras von Benfica Lissabon, der aber durch eine schwere Verletzung lange ausser Gefecht war, sowie der seit Jahren überragende Torschütze und Kapitän Fabrice Akwa, welcher aber nicht in Europa spielt sondern in Qatar.
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:06:26)
    PREVIEWS > GROUP B     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe B > Togo
    Togo: erst in den letzten jahren fast regelmässig dabei, Bevölkerung: wie Dänemark, Klubfussball: bedeutungslos
    Es gibt eigentlich keinen anderen ersichtlichen Grund für den Erfolg des Togo als den Trainer Stephen Keshi. Der Nigerianer hat die panischen versuche der Funktionäre, eine erfolgreiche Nationalmannschaft zu bekommen, kanalisiert und aus einer dünnen Spielerdecke eine erfolgreiche Einheit geformt. Die Zahl der Erstligaspieler in europäischen Ligen ist gering, die togolesische Liga bedeutungslos und so werden viele Akteure aus französischer 2. oder 3. Liga rekrutiert. Insofern ist der immer wieder gezogene Vergleich mit Senegal überdimensioniert.
    Es gibt einen Star, Adebayor, Stürmer vom AS Monaco, sowie einen in Deutschland bekannten Spieler, Cherif Maman Touré. Nicht das dieser auf dem Bundesligarasen bekannt wurde. Er machte Schlagzeilen, als er als 17-jähriger Asylant von Eintracht Frankfurt im Bus ins Trainingslager geschmuggelt wurde, damit die Konkurrenz nicht mit ihm sprechen konnte, ein Straftatbestand für den wahrscheinlich Ahnungslosen. Er ging danach nach Frankreich, wo er auch noch heute spielt.
    Er ist nicht zu verwechsen mit dem deutschen Bezirksligaspieler ähnlichen Namens, dessen Geschichte boulevardesk in den deutschen medien ausgeschlachtet wurde und der weder beim Afrikacup noch bei der WM dabeisein wird, es sein denn seine Teilnahme wird von einem deutschen Boulevardmedium 'finanziert', was durchaus denkbar ist
    Dass die jüngst heile Welt des Togo beim Afrikacup ohnehin schon wieder in Gefahr ist, zeigt die Kritik, die Trainer Keshi öffentlich an den vorbereitungen äusserte, sowie die überzogene Erwartung die unter anderem Bashiru Salou mit seiner Halbfinalerwartung äusserte. Schon einmal wurde ein verbandskritischer Trainer Togos nach nur einem Spiel beim Afrikacup gefeuert. Bei Stephen Keshi wäre dies eine desaströse Entscheidung.
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:04:54)
    PREVIEWS > GROUP B     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe B > Congo DR
    DR Congo: immer dabei, bis 1974 zweimal Sieger, Bevölkerung: wie Frankreich , Klubfussball: einst mit Spitze, heute eher zweitklassig
    Bei der DR Congo weiss man nie woran man ist. Regelmässig gehen die Vorbereitungen in die Hose, ist kein Geld da, oft tritt eine zerstrittene Gruppe aus Funktionären, Trainern und Spielern auf, hier und da undiszipliniert und überhart, dann wieder präsentiert sich die Mannschaft als überraschende gut spielende Einheit und wird Turnierdritter wie 1998.
    Der Congo ist eines der traditionellen Fussballänder Afrikas, bei Klubspielen kommen die Zuschauer in Massen, doch man ist auch ein von Bürgerkriegen und Diktaturen zerrissenes Land, dass froh ist wenn es eine erfolgreiche Afrikacupteilnahme stemmen kann.
    Lange hatte man sogar eine kleine Aussenseiterchance auf eine WM-Qualifikation und mit dem Franzosen Claude LeRoy hat man sogar einen grossen Trainernamen im afrikanischen Fussball.
    Wer letztendlich für den Congo aufläuft ist oft unsicher, die Stars sind die beiden Stürmer Shabani Nonda (AS Rom) und LuaLua (Portsmouth).
    Nonda ist allerdings verletzt und nicht dabei
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    Autor: theshot (2006-01-18 01:00:08)
    PREVIEWS > GROUP C     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe C > Tunesien
    Tunesien: Titelverteidiger, Bevölkerung: wie Belgien, Klubs: Spitze
    Tunesien bezieht seine Stärke in Afrika aus guter Arbeit, Organisation bis in die Klubs. Das bedeutet nicht, dass man dort nicht auch leicht nervös wird bei Rückschlägen, doch sind die Teams immer gut vorbereitet, wenig wird dem Zufall oder dem Talent allein überlassen.
    Doch was bei Qualifikationsspielen und internationalen Klubspielen mit ihren Reisestrapazen ein enormer Vorteil ist, reicht bei den grossen Turnieren allein nicht aus. Dort sind die Westafrikaner und Kamerun dann besser vorbereitet und mit ihrem riesigen Potential überlegen und auch die nordafrikanischen Nachbarn spielen ja immer eine Rolle.
    Tunesien ist ein kleines Land und so sind die Möglichkeiten begrenzt. Bezeichnenderweise hat man zwei Brasilianer im Team, von denen der eine tatsächlich seit langer Zeit in Tunesien lebt und spielt, der andere, der Stürmer Santos, der die traditionelle Abschlussschwäche behonben hat, aber nur vorübergehend 2 Jahre dort verbracht hat.
    Grössere oder weitere Stars sind trotzdem Tunesier: Aussenverteidiger Trabelsi von Ajax Amsterdam, die Verteidiger Khaled Badra (Esperance Tunis) und Raidi Jaidi (Bolton Wanderers) sowie Dribbel- und Schauspielkönig Jaziri. Dazu haben es einige Mittelfeldspieler bis in die europäischen Ligen geschafft.
    Unter dem französischen Trainer Roger Lemerre ist man inzwischen aber so gefestigt und hat soviel Kontinuität gewonnen, dass Tunesien auch in Egypten nicht leicht zu besiegen sein dürfte.
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    Autor: theshot (2006-01-18 00:58:33)
    PREVIEWS > GROUP C     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe C > Zambia
    Zambia: mischen immer wieder mit, in den 90er Jahren ab und zu dicht dran an Erfolgen, Bevölkerung: wie Belgien, Klubs: zweitklassig
    Zambia ist zwar ein gewohnter Name im afrikanischen Fussball, doch gerade auch hier hat der wirtschaftliche Niedergang Afrikas sich auch im Klubfussball und anschliessend in den Nationalmannschaften niedergeschlagen. Dazu kamen die üblichen Streitigkeiten zwischen Politikern, Funktionären, Trainern, einheimischen Spielern und europäischen Profis, die kennzeichnend sind für jene Länder, deren Nationalmannschaften sich aus einem solchen Gemisch zusammensetzen.
    Mit der Rückkehr des grossen kleinen Fussballhelden Kalusha Bwalya als Trainer kam auch hier die Wende in einer einmalig günstigen Konstellation. Bis zum vorletzten Spieltag spielte man um die WM-Qualifikation mit. Der 42-jährige Ex-Spieler des PSV Eindhoven schaffte sogar den hollywoodreifen Traum, als er sich selbst einwechselte und mit einem Freistoss in der 90. Minute ein Siegtor erzielte.
    Zuviel darf man von dieser Mannschaft nicht erwarten, da ihr Potential limitiert ist. Allerdings wird sie sich für ihre Möglichkeiten sicher überdurchschnittlich präsentieren. Vorausgesetzt es kommt nicht wieder zu Problemen mit der Organisation der Vorbereitung und ähnlichen Streitigkeiten...
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    Autor: theshot (2006-01-18 00:57:45)
    PREVIEWS > GROUP C     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe C > Südafrika
    Südafrika: 1996 top, seitdem langsame kontinuierliche Abwärtsbewegung, Bevölkerung: wie Deutschland, Klubs: annähernd Spitze
    Nach dem Überwinden der Apartheid schien Südafrika bestimmt dafür, eine afrikanische fussballgrossmacht zu sein: Talent und die finanziellen Mittel, eine seltene afrikanische Kombination und in der Mannschaft von 1996 eine gelungene Symbiose aus europäischem und afrikanischem Spiel.
    Doch langsam aber stetig entwickelte sich das Potential der Mannschaft zurück. Administrative Ungeduld war hier aber nur eine Ursache. Die aus der südafrikanischen Liga hervorgehenden Jungspieler sind einfach schwächer als die oft in europäischen klubs ausgebildeten Westafrikaner und die ganz grossen Talente wie McCarthy und Nomvete konnten nie ganz die Erwartungen erfüllen, die an ihre europäischen Karrieren geknüpft wurden. Allzuoft kam es auch zu Konflikten über Abstellungen mit ihren Klubs. Für die lange seperiert von Restafrika lebenden Südafrikaner haben afrikanische Fussballspiele nicht so einen hohen Stellenwert im Vergleich zum europäischen Klubfussball wie für den rest des Kontinents.
    Trotzdem ist Südafrika weiter eine gute Mannschaft, allerdings fehlen wieder einige Spieler im Aufgebot für Ägypten, so der starke Verteidiger Morris. Der charismatische Coach setzt auf junge Spieler aus der einheimischen Liga plus ein paar wenige Stars wie Zuma und McCarthy.
    Wie schreibt der Kicker neuerdings in seinen Sonderheftprognosen so schön: Falls der Zusammenhalt im Team stimmt, eine gut vorbereitete Einheit auf einem geplflegten Rasen ebenso gepflegten Kombinationsfussball zelebrieren kann, dann ist Südafrika zur Stelle um talentiertere Gegner mit weniger Zusammenhalt zu überraschen und kann weit kommen.
    wenn nicht, können sie schon an Guinea scheitern.
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    Autor: theshot (2006-01-18 00:55:56)
    PREVIEWS > GROUP C     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe C > Guinea
    Guinea: traditionelle Fussballkraft in Westafrika, aber unregelmässig oft dabei, nur einmal Zweiter, Bevölkerung: wie Belgien , Klubfussball: einst mit Spitze, heute relativ bedeutungslos
    Guinea ist eine traditionelle westafrikanische Fussballmacht mit einem Talent vergleichbar dessen der Senegal, Elfenbeinküste oder Ghana. Doch in den letzten Jahren hatte man den Anschluss verpasst, das Land war sogar ins Abseits geraten als die Politik sich in die Angelegenheiten des Fussballs gemischt hatte und Guinea von der FIFA gesperrt wurde.
    Doch Talent war trotzdem genug vorhanden und so fand man den Weg an die Spitze schnell zurück.
    Beim Afrikcup 2004 hinterliess man einen bärenstarken Eindruck, physisch und technisch stark, und auch bei der WM-Qualifikation mischte man in der Gruppe mit Tunesien und Marokko zunächst kräftig mit.
    Doch bei allem talent war die Mannschaft unausgeglichen besetzt, vor allem die Torhüterposition wirkte schwach. Dies kostete 2004 die verdiente Halbfinalteilnahme und auch in der WM-Qualifikation wertvollen Boden. Ausserdem erwies man sich als auswärtsschwach.
    Nicht nur das Offensivpotential ist beeinbdruckend, obwohl Stürmerlegende Titi Camera nach dem letzten Afriacup zurücktrat. Stellvertretend für die beeindruckende Physis ist auch der weltbekannte Verteidiger Balde von Celtic Glasgow. Vorne sorgen unter anderem Feindouno und Mansare für kreatives und explosives Spiel.
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    Autor: theshot (2006-01-18 00:52:53)
    PREVIEWS > GROUP D     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe D > Nigeria
    Nigeria: eines der absoluten Topteams in Afrika, aber nur zweimal Sieger, bevölkerungsreichstes Land, Klubs: mit Spitze
    Nigeria musste diesmal zahlen für die administrativen Probleme und atmosphärischen Störungen zwischen Funktionären, Politikern, Spielern und wechselnden Trainern. Hatte man 2002 noch in letzten Moment in der WM Qualifikation das eigentlich schwache und bei einer WM völlig fehl aufgehobene Liberia abgefangen, rettete das auch diemal wiederum leichte Los mit der Gruppe Angola und Zimbabwe die Nigerianer nicht mehr: wertvolle Punkte gingen in der Anfangsphase der Qualifikation verloren und die sicher eingeplanten 3 Punkte aus dem Heimspiel gegen Angola schrumpften zu einem als Angola, dass während der gesamten Qualifikation nur einen Auswärtssieg schaffte, den entscheidenen Punkt aus Nigeria mitnahm.
    Schade für Jay Jay Okocha und die deutschen Fans.
    Die mit Stars gespickte Mannschaft hat seit jeher mehr Talent als Ergebnisse und auch dieses Mal überschattet ein kleinerer Streit schon wieder die Vorbereitung: Torjäger Yakubo Ayegbeni will nicht unter Trainer Aguavoen spielen.
    Werden nicht wieder Streiks und Verhandlungen über verschwundene oder zu niedrige Prämien die Teilnahme überschatten, ist mit Nigeria trotzdem zu rechnen. Qualität für einen Afrikacupsieger hat die Mannschaft genug. Ob die Fokussierung stimmt, wird neben dem Glück die entscheidene Komponente sein. Der Torwart, trotz der grossen Zahl an nigerianischer Fussballspieler, oft eine schwächer besetzte Position, könnte ebenfalls eine Rolle spielen.
    Ansonsten: Taiwo, der kommende Abwehrsuperstar (Marseille), Yobo, starker Verteidiger aus Everton, aus der Premier League noch Okocha und Kanu, Martins von Inter Mailand, und und und...
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    Autor: theshot (2006-01-18 00:51:14)
    PREVIEWS > GROUP D     Tags:  
    VORSCHAU > Gruppe D > Ghana
    Ghana: historisch top in Afrika, mehrfach Afrikacup Sieger, nur vor 2006 nicht bei einer WM, Bevölkerung: wie Rumänien, Klubs: mit Spitze
    In Ghana ist ebenso wie in Nigeria Inkonsistenz Prinzip bei der Administration der Fussballerischen Angelegenheiten. Viele zerren das Boot in unterschiedliche Richtungen und nach jeder Niederlage gehts woanders lang.
    Man könnte auch sagen: es wird nicht aufgebaut, sondern jeweils neu gewürfelt. Und diesmal war das Resultat dieser geduldigen Ungeduld ausnahmsweise ein positives: die WM-Qualifikation mit jenem Trainer der 2 Jahre zuvor Rwanda zum Afrikacup brachte, dem Serben Dujkovic.
    Dass die Mannschaft immer potentiell stark war, sieht man daran, dass man eigentlich fast immer Mitfavorit auf den Titel ist, allerdings hat man ihn schon lange nicht mehr gewonnen.
    Traditionell sind die Ghanaer zweikampfstark durch die Kombination von Athletik und Technik und können ein Spiel dominieren ähnlich der auf diesem Gebiet aber noch stärkeren Kameruner.
    Eine Symbolfigur für diesen Stil ist der Chelsea Mittelfeldspieler Michael Essien.
    Es hapert oft etwas im Kombinationsfluss und im Abschluss. Ghanaische Nationalmannschaften erzielen nicht unbedingt viele Tore, allgemein fallen in den Begegnungen mit den Westafrikanern nicht allzuviele.
    Aber besiegt werden müssen auch sie erst einmal.
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